Am Ende des Regenbogens

Letzte Woche war ich auf einem Geburtstag eingeladen. Das Geburtstagskind veranstaltete eine große Party mit Freunden und Familie, Fleischkäse und Bier. Auf die Frage was er denn für Wünsche habe wurde er allerdings etwas still: „Eigentlich wäre Geld am Besten.“ Zugegeben eine häufige Antwort in meinem Freundeskreis. Ein paar Freunde und ich überlegten hin und her, wie könnte. man die Scheine am besten präsentieren könnte, wir wollten sie ja nicht einfach in einem Umschlag verpackt überreichen. Und dann, ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, war sie da, die Idee. Wo findet man denn einen Schatz? Na klar! Am Ende des Regenbogens! Es war also beschlossene Sache, die Geldscheine sollten auf einem Rainbow Cake, einer Regenbogentorte, überreicht werden. Auch schnell war beschlossen, dass das Fertigstellen dieses Meisterwerks als Duchess of Cupcake natürlich mir zuteil werden sollte.

Ich habe zwar schon viel über Regenbogentorten gelesen und auch mit dem Herstellen von einer geliebäugelt, wirklich rangetraut hatte ich mich aber noch nicht. Da musste eben schnelle Hilfe aus dem Internet her. Im Prinzip ist eine Regenbogentorte ein Biskuitkuchen aus sechs verschiedeneimagen Lagen, dazwischen kommt Johannisbeermarmelade und Buttercreme. So weit so einfach, da die einzelnen Lagen natürlich knallige Farben haben sollte muss da mit ordentlich Lebensmittelfarbe gearbeitet werden. Das Internet war voll von Warnungen nur gute Gelfarbe aus den USA zu verwenden, da mit deutscher Farbe so viel verwendet werden müsse, dass der Kuchen zum Schluss bittet werde. Da war guter Rat aber teuer, denn ich habe zwar ein Repertoire an Gelfarben, aber nicht das Sortiment des Regenbogens. Ich beschloss also mein Glück mit der Farbe von Brauns-Heitmann aus dem Supermarkt zu wagen und was soll ich sagen? Das Ergebnis war knallig und auch geschmacklich war die Torte ein absoluter Hit. Aber dazu später noch mehr. Gebacken habe ich nach diesem Rezept und die Autorin hält wirklich was sie verspricht. Der Teig lässt sich toll verühren und es ist nach dem aufteilen genau die richtige Menge. Man darf sich nicht verwirren lassen die einzelnen Schichten kommen einem nur so dick wie ein dicker Pfannkuchen vor, aber wenn man das sechs Mal aufeinander legt hat man einen ganz ordentlichen Kuchen:) Auch wenn das im Rezept nicht vorgeschlagen ist, ich habe zwischen die Buttercremeschichten auch noch etwas selbstgemachte Johannisbeermarmelade gestrichen, das gibt dem ganzen einfach einen frischen Geschmack.

imageSo sah der Kuchen nach dem Schichten aus und ich gebe zu das ist wahrlich nicht schön, aber dann kommt ja euer guter Freund der Fondant ins Spiel. Zuerst überzog ich den Kuchen mit einer weißen Fondantdecke. Eine Sache von einer Minute und Zack wird aus einem hässlichen Kuchenentlein ein strahlender Schwan. Als nächstes wollte ich ja oben auf den Kuchen einen Regenbogen aus Fondant legen an dessen Ende eine Kiste mit Geld zu finden sein musste. Natürlich, ich war ja nicht vorbereitet für so ein Projekt, hatte ich keinen Fondant in allen Regenbogenfarben da. Aber ich kann euch beruhigen: das Einfärben von Fondant mit Lebensmittelfarbe ist total einfach und das Ergebnis wirklich schön. Um den Kuchen noch ein bisschen aufregender zu machen plante ich einen schwarzen „Sockel“ aus Fondant im unteren Drittel, am Übergamg zwischen Schwarz und Weiß wollte ich Kugeln in den Regenbogenfarben anbringen. Aber seht doch selbst:

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So sah der fertig überzogene Kuchen mit Sockel aus. Ihr könnt schon die ersten Streifen des Regenbogens sehen, auch diese kommen aus dem Sockel heraus und Enden dann in der Mitte des Kuchens. Nun wollte ich ja, wie ihr wisst noch eine Kiste für den „Goldschatz“ herstellen. Diese Kiste musste natürlich aber Platz für tatsächliches Geld bieten und konnte dementsprechend nicht massiv sein. Zuerst versuchte ich aus Fondantbahnen so eine Kiste zu formen, aber der Fondant ist dafür einfach zu weich und fällt in sich zusammen. Kurzerhand bastelte ich also aus Pappe eine Kiste und verkleidete diese mit schwarzem Fondant. Für ein glaubhafteres Aussehen, trimmte ich sie mit Puderzucker und Goldstaub noch auf „alt“ und fertig war mein Meisterwerk, noch schnell die Kugeln aus Regenbogenfarben für die Bordüre geformt und das wars, dachte ich. Das Anbringen der Kugeln hatte dann noch so einige Tücken zu bieten. Generell verklebe ich Fondant mit Zuckerwasser miteinander, kleine Runde Kugeln haben nun aber leider weniger „Angriffsfläche“ zum Kleben und sind verhältnismäßig schwer. Sie fielen immer wieder ab, aber mit viel Geduld und langem Hinhalten (bis das Wasser tatsächlich getrocknet war) konnte ich auch hier einen Erfolg verbuchen.

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Ich finde es ist ganz gelungen geworden, man sieht natürlich noch einige Knicke im Fondant und die Kugeln dürften ein bisschen runder sein, aber für einen ersten Versuch bin ich eigentlich ganz zufrieden damit.

Für den ganzen Kuchen habe ich Alles in Allem etwa vier Stunden gebraucht, allerdings wäre ich vielleicht auch schneller gewesen, wenn mein Sohn nicht ständig dazwischen gequakt hätte:)

 

 

Natürlich möchte ich euch auch den Anschnitt nicht vorenthalten, imagedas Geburtstagskind war ganz außer sich und geschmeckt hat es dann auch noch allen. Was will man mehr?!

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2 Gedanken zu “Am Ende des Regenbogens

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